Spees mit Cees
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Cannabis D`Ìndika
Über eine der interessantesten Pflanzen der Welt
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Dieser Artikel wird den erfahrenen Hanffreunden unter euch nicht viel Neues bringen, denn sie sollten diese Dinge schon längst kennen. Viel mehr möchte ich mich an diejenigen Leser wenden, die noch nicht ganz durchblickt haben, worüber da immer gesprochen wird. In klaren und einfachen Worten will ich versuchen – ohne komplizierte Formeln, Details oder „Fach-Chinesisch“ – Klarheit in die Sache zu bringen und uns somit dem Geist und der Seele dieser Pflanze etwas näher zu bringen. Nicht mehr und nicht weniger! |
Cannabis wird heutzutage oft thematisiert und regelmäßig tauchen Begriffe wie Indika, Sativa, Ruderalis, Hanf, Marijuana, Weed, Skunk, usw. auf. Das ist alles sehr verwirrend, vor allem wenn man bedenkt, dass dies alles Namen für dieselbe Pflanze sind. Ja, jeder dieser Namen hat eine eigene Bedeutung und bezieht sich auf mehr oder weniger spezielle Erscheinungsformen dieser Pflanze. Doch bei all den Namen verliert man schnell den Überblick darüber, wo denn eigentlich die Cannabispflanzen ursprünglich beheimatet waren. Und hat man diesen Ort erstmal gefunden, kann man sich die Details ansehen. Kommst du mit ...?
Cannabis hat eine Geschichte, die sehr weit zurückverfolgt werden kann. Man findet sie in den unterschiedlichsten Kulturen, sowohl als Rohstoff für Textilien und Papier, als auch als Genussmittel wurde und wird es eingesetzt. Doch das Cannabis, das uns im Westen derzeit so enthusiastisch werden lässt, das Cannabis Indika, kam ursprünglich nur an einem Ort dieser Erde vor, im Gebiet von Nord-Indien. Dabei muss man jedoch bedenken, dass auf alten Karten dieses Gebiet wesentlich größer dargestellt wird als heute und auch Länder im Himalaja umfasst, die heute gar nicht mehr existieren. Wir können also davon ausgehen, dass sich entlang der gesamten Südflanke dieses riesigen Gebirgszuges Cannabis Indika finden ließ. Hier ist das natürliche Habitat dieser Pflanze. Der Ort, an dem sie sich auf natürliche Weise reproduzieren kann.
Es ist eine Tatsache, dass alle anderen auf der Welt wild wachsenden Cannabispflanzen (bis auf wenige Unterarten) zur Gruppe der Sativas gehören.
Bringt man ihre Samen von Indien nach Europa und sät sie hier aus, passen sie sich erstaunlich schnell an die neuen klimatischen Bedingungen an. Über die Jahrhunderte wurde Cannabis in viele Kontinente verstreut und überall geschah eine perfekte klimatische Anpassung. Doch bei diesen Pflanzen handelte es sich in der Regel um typische Sativas, die den Indikas hier überlegen sind.
Die Heimat der Indikas ist wie gesagt Nord-West-Indien. Auf die speziellen klimatischen Bedingungen haben sich Indikas in besonderer Weise angepasst.
Indikas lassen sich an ihrer tief grünen Farbe und ihren breiten, überlappenden „Fingern“ der Blätter erkennen. Zum Beispiel die Sorten Kush und Afghan sind Pflanzen mit reinen Indika-Genen. K2, White Widow und Northern Light-Pflanzen sehen zwar den Indikas sehr ähnlich, sind aber Kreuzungen und gehören zu den Sativas. Aber na ja, das wird wieder zu kompliziert und verwirrend und schließlich bin ich auch kein Botaniker. Folgt mir lieber in das Land der Indikas und erfahrt mehr über das „wie“, „wo“ und „warum“…
Diese Gattung von Hanfpflanzen findet man in Gegenden, wo es am Tage extrem heiß werden kann und wo es in der Nacht dramatisch abkühlt. Die Temperaturdifferenzen können in den Bergen besonders extrem sein. Wenn man sich die Pflanzen ganz genau anschaut und sich überlegt, welche Überlebens- und Reproduktionsstrategie sie verfolgen, wird man auf einige fantastische und geniale Tricks der Natur stoßen. Dass sie dabei auch etwas produzieren, an dem viele Menschen gefallen gefunden haben, ist nur ein kleiner Bonus …
Sehr früh in seiner vegetativen Phase - das gilt besonders für die weiblichen Pflanzen - werden eine Reihe von Drüsen entwickelt, die ein spezielles Harz produzieren. Die Drüsen lassen sich mit bloßem Auge nicht erkennen, doch hält man die Pflanze gegen das Licht, lassen sich Millionen kleiner Härchen erkennen, was gar aber keine Haare sind, sondern alles Harzdrüsen.
Das produzierte Harz hat die Aufgabe, die Pflanze, ihre Blüten und am aller wichtigsten, die Samen zu schützen. Ein Überzug aus Harz strömt von den Drüsen über die Pflanze und konzentriert sich dabei an den sensibelsten Stellen, wie den Blüten und um die Samenkapseln. Das Harz verhindert ein Austrocknen der Pflanze am Tage. Die Sonne schmilzt das Harz zu einer Art Sirup, der sich wie ein schützender Überzug über die Pflanze legt. Dieses Harz kennen wir in seiner konzentrierten Form unter den Begriff Haschisch.
In der Nacht wird es sehr klar und das sirupartige Harz beginnt auszukristallisieren. Dabei wird Wärme frei, die die Pflanze vor Erfrierungen schützt. Am Tage kann die Sonne das Harz wieder schmelzen und der Kreislauf wiederholt sich …
Auch die Samenkapsel ist übersät mit Harzdrüsen. Wenn bei „wildem“ Hanf die Samen abfallen, bleiben sie in der schützenden Samenkapsel, die durch den Harzüberzug den Samen sicher bis zum Frühjahr vor der Kälte schützt und überleben lässt. Ganz schon clever, oder?
Schaut man sich aber in anderen Regionen dieser Welt um, sieht die Geschichte schon wieder ganz anders aus. In Marokko zum Beispiel, lässt sich das Harz sehr einfach von den Pflanzen sieben. Das hängt mit dem anderen Klima zusammen und damit, dass die Pflanze anders darauf reagiert. In Marokko sind die Temperaturunterschiede nicht so extrem. Weder wird es hier so kalt in der Nacht, noch so warm am Tag. Abgesehen davon sind auch die Umweltbedingungen und die Dauer des Wachstumszyklus anders.
Hier verhält sich das Harz anders. Es schmilzt nicht und läuft über die ganze Pflanze, sondern bleibt in der Harzdrüse als Tröpfchen stecken. Ist es getrocknet, fällt das Harztröpfchen relativ leicht ab und kann ausgesiebt werden. Dabei erhält man ein Pulver, das nicht so trocken ist, wie es anfangs scheint. Das wird besonders deutlich, wenn das Pulver gepresst wird. Durch Hitze und Druck brechen die Zellwände der Harztropfen und alles verläuft zu einer kompakten, klebrigen Masse, die wir als Haschisch bezeichnen.
Und wer hätte es nicht schon geahnt, die Harztropfen enthalten die Wirkstoffe, die Hanffreunde so schätzen. Einer von ihnen ist das THC. Doch die Konzentration und Zusammensetzung der Wirkstoffe (Cannabinoide) kann von Pflanze zu Pflanze unterschiedlich sein. Rund 400 unterschiedliche Cannabinoide sind bisher bei Cannabispflanzen entdeckt worden, von denen das erwähnte THC, CBD und CBN die wohl wichtigsten sein dürften. Doch in diesem Sektor steckt die Forschung noch in den Kinderschuhen, denn nicht mal ein Viertel aller Cannabinoide wurde bisher näher untersucht.
Je nach Wirkstoffkonzentration und Zusammensetzung kann das Konsumieren von Cannabisharz – egal ob konzentriert als Haschisch oder noch in der getrockneten Rohform als Cannabisblüten – zu einem „High“ oder „Stoned“-Effekt führen. Beide Effekte können sehr angenehm und bewusstseinserweiternd sein, jedoch sollte auch immer ein gewisser Respekt nicht fehlen, wie er im Umgang mit jeglichen Drogen und Genussmittel angebracht ist.
Aber nicht jeder weiß, dass es eigentlich nicht die Cannabinoide, wie das THC sind, die den Effekt und ein High oder Stoned auslösen, sondern Antikörper in unserem Organismus, die auf die Anwesenheit der Cannabinoide reagieren. Streng genommen macht also nicht das THC breit, sondern unser Körper macht das selbst. Das erklärt auch die Tatsache, dass viele bei ihrem ersten Joint nichts spüren – ihr Körper realisiert die Anwesenheit der Cannabinoide nicht und hat auch noch nicht genügend Antikörper gebildet …
Nicht nur im medizinischen Bereich hat diese Pflanze schon vielfach bewiesen, dass sie dem Menschen viel Gutes tun könnte, wenn sie von der Politik nicht verteufelt und verboten würde.
Vielleicht sollten die da oben noch einen zweiten Joint probieren, möglicherweise ändert sich dann ihre Einstellung …
Stay cool, high and take time to fly
SpeesCees (Mr. XX.)
