05 Spees mit Cees

Spees mit Cees

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Cannabis

  
Cannabis ist eine schöne, komplexe und einzigartige Pflanze, worüber noch lange nicht alles gesagt wurde. Schon aus dem Grunde, dass Cannabis in praktisch allen Ländern der Welt wachsen kann, macht es die Sache besonders reizvoll. Es ist auch Fakt, dass diese Pflanze nur in einem speziellen Biotop, in dem es heimisch ist, in der Lage ist, selbstständig zu überleben.                                                                                                   

 

Dieses Biotop findet sich an der Südflanke vom Himalajagebirge. Warum die Cannabispflanze nur dort in der Lage ist, sich selbstständig zu halten, ist wohl einzigartig. Um das zu verstehen, ist es praktisch, sich einmal die Blüte einer Cannabispflanze, die gerade einige Wochen blüht, genauer zu betrachten. Am Besten kann man dazu eine Lupe verwenden oder auch ein Mikroskop, aber auch guten Augen reichen aus. Die Blüte wird gegen das Licht gehalten, um zu erkennen, dass sich auf allen Teilen der Pflanze ganz kleine Härchen befinden - unzählbar viele.

 
Diese erkennbaren Härchen sind in Wirklichkeit kleine Drüsen. Sie haben die Funktion, die Pflanze zu beschützen, indem sie einen Harztropfen produzieren. Wenn man nun von den Gegebenheiten ausgeht, denen die Pflanze an natürlichen Standorten ausgesetzt ist, passiert etwas, dass einen doppelten Nutzen bewirkt. 
 
Jede Drüse produziert ein Tröpfchen Harz, das sich durch die intensive Hitze verflüssigt und über die Pflanze ergießt. Dieser flüssige Zustand des Harzes hilft der Pflanze, sich gegen Austrocknung zu schützen. Die Konzentration der Drüsen (also auch die Harztröpfchen) befindet sich am meisten rund um die Blüte und speziell auf den Knospen. So wird die Pflanze am besten gegen Kälte, Wind, Regen und Trockenheit geschützt.
 
Hartes Harz 
Die doppelte Wirkungsweise liegt versteckt. Wenn es nachts kalt wird, wird das Harz knallhart und schützt die Pflanze gegen diese intensive Kälte, indem es eine dick schützende Lage über die vitalen Fortpflanzungsapparate legt. Man braucht nur an die Obstzüchter zu denken, die im Frühjahr, wenn die Bäume in der Blüte stehen und es plötzlich friert, die Bäume am Vorabend benebeln. Eine kleine Eisschicht entsteht rund um die Knospen. Das machen die Bauern zum Schutz! Cannabis macht das von sich selbst aus, denn das Harz hat die einzigartige Eigenschaft tagsüber eine flüssige- und nachts eine steinharte Schutzschicht zu bilden. Aber jetzt kommt der Clou: Wenn die Pflanze ihre Samen gebildet hat und die Saison vorbei ist, stirbt sie. Die Blütenspitzen, die voll Samen sind, werden tatsächlich durch das Harz eingekapselt und zusammen gehalten. Die meisten Samen sitzen dann auch verschlossen in so einer Kapsel und sind von Harz und Pflanzenteilen umhüllt. Dieses Harz sorgt dafür, dass die Saat gut geschützt durch den Winter kommt. Wenn dann drei bis vier Monate später wieder Wärme, Licht und Feuchtigkeit in den geeigneten Verhältnissen hinzukommen, ist die Struktur des Harzes letztendlich durch die Wetterbedingungen soweit beeinflusst, dass die Saat nun einfach und in Masse keimen kann. Die Proben, die ich während meines Aufenthaltes in Nepal, während des Keimungsprozesses im Frühjahr sah, lehrten uns, dass die kompostierten Samenkapseln einen wichtigen Teil des Nährbodens für die neuen Keimlinge ausmachen.
  
Sativas 
Diese einzigartige Situation zeigt sich nur in den Gebieten, wo Cannabis einheimisch ist.
Wenn man nun zum Beispiel nach Marokko, Türkei, Libanon, Syrien, Kolumbien, einigen Mittel- oder Südafrikanischen Ländern oder auch einige Länder in Central Asien schaut, dann funktioniert dieser Prozess wieder ganz anders.
 
Das Klima in diesen Ländern ist perfekt um Cannabis (Sativas) wachsen und blühen zu lassen. Sie produzieren auch genug Harz, um potente Pflanzen fortzubilden. Die Harztropfen fließen dabei nicht über die Pflanze, sondern bleiben an der Drüse hängen. Unter einer Lupe oder einem Mikroskop sieht es dann wie eine Welt aus Kristallen aus. Das Klima in diesen Breiten lässt das Harz nicht fließen. Darum ist es auch so, dass diese Pflanzen beim Ernteprozess oft getrocknet und gesiebt werden. Das Sieben funktioniert deshalb so gut, weil die Harztropfen durch äußere Bedingungen eine Kruste bilden. Nach dem Sieben bleiben somit nur die angetrockneten Harzdrüsen übrig, die wir Pollen nennen. Von innen sind die Harztropfen noch immer sehr harzig. Durch das Erwärmen und Pressen der Pollen fließen die Harztropfen zusammen und formen eine feste Masse, die wir Hasch nennen. In all den genannten „Sativa-Gebieten" müssen die Hanfbauern oder Hobbyzüchter, jährlich neue Samen aussäen. Ein etwas strengerer Winter lässt all die Saat, die aus den Pflanzen fällt eingehen und ist deshalb nicht mehr fähig, neues Leben zu spenden.
 
Outdoorgras 
Ich habe auch Pflanzen gesehen und geraucht, die augenscheinlich nicht sehr viel Harz produzierten, aber doch unglaublich potent waren! Diese Sativas wuchsen in Thailand, Birma und in geringerem Maße in Malaysia. Der Clou daran ist, dass das Harz wohl produziert wird, aber wenig den Drang hat, einen Tropfen aus den Drüsen zu schicken. Doch scheint die Dosis Cannaboide sehr hoch zu sein. In den letzten fünfunddreißig Jahren sah und prüfte ich das schlechteste Gras aus Afrikanischen Ländern wie Senegal oder Nigeria. Viele Hermaphroditen (Zwitterpflanzen) und schlechte Genetik sind meiner Meinung nach dafür verantwortlich. Auch das zu harte Pressen der Grasblöcke lässt die darin befindlichen Samen brechen, was einen unangenehmen Geruch verursacht. Frei von Samen und super sind die altmodischen Thai-Sticks. Das beste Outdoorgras, das ich je geraucht habe, war in Indonesien gezüchtet. Das beste Haschisch, das ich je besessen habe, war Kaschmir,das mich in Umschlägen von alten und gut versicherten Büchern aus Katmandu in Nepal, erreichte.
 
Kristall-Haschisch 
Das stärkste Gras, das ich je geraucht habe, war Kristall-Haschisch aus Marokko aus eigener Zucht. Diese 360 Gramm Kristall-Haschisch entstand durch ein Experiment. Das Experiment kam zustande, dadurch, dass ich die Vorstellung hatte, dass der höchste THC-Gehalt in den kleinsten Harztröpfchen zu finden sei. Als ich einmal an eine Großmutter und ihren Neffen dreitausendachthundert Kilo Kif (Pflanzen) in getrockneter Form verkauft hatte, konnte ich den Siebeprozess nach eigenen Vorstellungen gestalten. Ein Schuppen, in den Maßen fünf mal acht Metern, wird mit Plastikfolie an der Decke, den Seitenwänden und dem Boden versehen. Alles wird gut mit Tape aneinander geklebt.Eine Schicht von achtSiebernwurde gemietet und arbeitete wochenlang (Fotos davon gibt es auf meiner Homepage). Als die etwa vier Tonnen trockener Pflanzen zum ersten Mal gesiebt waren, um eine Art Zero-Zero herzustellen, kam ich an die Reihe. Ganz vorsichtig wurde die Deckenfolie gelöst und ebenflächig auf den Boden gelegt. Mit einem großen, rechteckigen Schlachtermesser habe ich nun das Harz, das sich an die Decke verflüchtigt hat, abgeschabt (ungefähr 360 Gramm). Das Pulver war nahezu weiß und nach einer Reibung von ca. einer Minute zwischen Daumen und Zeigefinger, gleich braun und hart! Nur die kleinsten und leichtesten Harztropfen,diesich aus den kleinsten Drüsen gedrückt hatten,konnten die Decke erreichen und sich festhalten.Dass diese sehr kleinen Tropfen (und es sind diese Tropfen, die den höchsten THC-Gehalt besitzen), die winzigen Harztröpfchen waren, die sich auf den kleinsten Stempeln der Blüten geformt hatten, wusste ich, aber wie ich sie unterscheiden und trennen konnte, war mir nun deutlich geworden.
Das Experiment war also geglückt.  
 
LSD-Hasch? 
Die dreihundertsechzig Gramm Kristall-Haschisch haben viel Aufregung verursacht. Wieder zurück in den Niederlanden ging ich zum „Open huis“ in Boxtel, einem Platz, an dem ich öfters war. Nach einigen Begrüßungen stopfte ich ein Chillum voll mit diesem Haschisch. Die Folge davon war, dass ich am nächsten Tag im Polizeibüro saß und mit dem Vorwurf des Streckens von Haschisch mit LDS konfrontiert wurde. Erst nach zwei Tagen durfte ich wieder gehen. Von dem Kristall-Haschisch wurden nur sechs Gramm gefunden, ich Glücklicher! ....//////.....
 
Stay cool, high and take time to fly!
SpeesCees
 
 

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