10 Spees mit Cees

Spees mit Cees

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Dem „Hobbyzüchter“ gehört meine ganze Aufmerksamkeit

 

 

 Jedes Mal, wenn ich die verschiedenen Hanf-Magazine durchlese (anschaue), fällt mir auf, dass es viel Reklame gibt, die vor allem auf die kommerziellen Züchter ausgerichtet ist. Das muss auch sicherlich so sein, weil die „Hobbyzüchter“ nicht genug Geld in die Läden bringen, um heutzutage viele Betriebe in unserer Branche florieren zu lassen.
Glücklicherweise ist das grow! Magazin ein Blatt, wo der „Hobbyzüchter noch immer die volle Andacht genießt!

                                                                                                     
              

Es darf gesagt werden … auch ich war in der Vergangenheit in rein kommerziellen Projekten in der „Canna-World" involviert. Dass ich davon nur schwer wieder losgekommen bin, dürfte auch deutlich sein. Also, ich selbst hebe keinen mahnenden Finger, im Gegenteil. Ich will selber gerne in einem Kreis von „Hobbyzüchtern" alt werden. Kein Stress mehr ist die Devise. Einfach eine Lampe hängen haben und dafür auch anständig den Strom bezahlen. Meinen eigenen Rauch züchten, anstatt einen überhöhten Preis in einem Coffeeshop zu bezahlen. Das ist am Ende doch die größte Motivation.
Als größten Vorteil sehe ich, dass ich in jedem Fall genau weiß, dass ich sauberes Gras rauche.

Letztendlich ist es so, dass die Berichte, die mich erreichen (und viele mit mir) in puncto Qualität, von dem, was angeboten wird, noch immer schwer zu wünschen übrig lässt.
Ein zunehmender heutiger Trend ist das Aufkaufen von frischem, ungetrocknetem Gras ... das daraufhin in Tapetenkleister getaucht wird, bevor es getrocknet wird. Das alles geschieht nur, um mehr Gewicht zu erhalten. Sicherlich eine gute Sache für einige Züchter … sie bekommen einen guten Preis und brauchen das Gras selber nicht mehr zu trocknen. Aber so eine Praxis beschädigt unsere „heile Kifferwelt" natürlich zutiefst!

Ich gehe bald in ein Altersheim … aber nur wenn ich sicher weiß, dass ich in meinen Schrank eine 125-Watt-Lampe hängen darf oder minimal ein paar Pflanzen auf dem Balkon haben darf. Ein pflanzenloses Leben scheint mir unmöglich.

Ich habe es schon öfters geschrieben: Unsere Branche muss knallhart daran arbeiten, sich selber zu säubern! Auf die Regierung warten, scheint mir nach meinen Erfahrungen dumm!
Wir sollten selber erkennen lassen, was wir für gut und richtig erachten und uns dafür einsetzen, davon bin ich überzeugt. Letzte Woche hatte ich wieder einmal eine meiner wilden Ideen und gleich griff ich zum Telefon, um Wernard Bruining anzurufen: „Wernard, können wir nicht eine Fangemeinde ins Leben rufen, so wie es auch in der Restaurantbranche üblich ist? Einfach eine ehrliche objektive Interessengemeinschaft gründen, die die Shops beurteilen und dafür eine X-Anzahl von Sternen vergibt?!" „Habe ich schon probiert …", sagt Wernard.
„Das passierte zu der Zeit, als ich wegen angeblichen Schmuggels im Knast saß. Die Sterne waren Weedblätter, von einem bis zu fünf Sternen wurden vergeben. Aber am Ende wurde nichts daraus! Habe ich es falsch gemacht oder sind wir einfach nicht offen dafür? Unsere Branche war zurzeit der Groen Vrij Internetpartij (Grünen Freien Internetpartei) auch noch nicht bereit, um daran teilzunehmen … das weiß ich noch genau. Wer weiß, wie es besser funktionieren kann, darf es mir gerne sagen.“

Die aktive Phase eines neuen Zyklus beginnt mit Sämlingen oder Stecklingen.

Keimlinge und auch Stecklinge vorziehen ist unter TL- Licht sehr einfach. Dazu verwende ich Cool White Leuchtstoffröhren mit der Farbe 33 von der Firma Philips. Die besitzen ein geeignetes Lichtspektrum für die Wachstumsphase und sind sehr empfehlenswert. Ich sorge dafür, dass die Neonarmaturen höhenverstellbar montiert werden.

Ideal ist der Umgang mit Starterblöcken (Steinwollwürfel) unter den TL-Leuchten, um die Samen keimen zu lassen. Diese Starterblöcke können später auch auf allen anderen Medien weiter wachsen. Egal, ob es sich dabei um Erde, Blähtonkugeln, Hydrodensa, Kokos, Steinwollslabs, Mapito usw. handelt. Auf die gleiche Art und Weise lassen sich auch hervorragend Samen keimen, die später nach draußen ins Freiland gesetzt werden. Stabile Pflanzen, die gut gewachsen sind und über starke Wurzeln verfügen, können einen nächtlichen Besuch einer Schnecke schon eher verkraften, als ein gerade gekeimtes Pflänzchen.

Stecklinge in Starterblöcke setzen:

12-16 Stunden bevor ich beginne, fülle ich einen Eimer mit lauwarmem Wasser, welches ich mit 2 Teelöffeln eines Produktes aus Bakterien in gefriergetrocknetem Zustand mische. In Verbindung mit Wasser entstehen innerhalb von 24 Stunden Milliarden dieser Bakterien. Diese Bakterien spielen eine Hauptrolle beim Abbau organischer Bestandteile. Neben Enzymen und Schimmel sorgen diese Bakterien dafür, dass organischer Abfall in verwertbare Nährstoffe für unsere Pflanzen umgesetzt wird, um das Wurzelmedium der Pflanzen schnellstmöglich in einen guten Biotop zu verwandeln. Dann fülle ich ein weiteres Behältnis (ein Fass oder Bottich oder Ähnliches) ungefähr 3/4tel voll mit Wasser, das ich auf einen pH-Wert von pH-3.5 einstelle und weiche die Starterblöcke darin ein. Das Ganze lasse ich minimal eine halbe Stunde stehen. Dann hole ich die Startblöcke vorsichtig heraus und stapele sie zu Türmen aufeinander. Dabei ziehen die untersten Blöcke die oberen leer. Ich benutze das Restwasser nicht weiter, sondern fülle das Fass mit frischem Wasser und stelle den pH-Wert auf pH-5,8 ein. So kann ich auch gleich Nährstoffe hinzugeben. Dazu stelle ich den EC-Wert auf plusminus 0.8 – 0.9 EC ein. Auch hier füge ich wieder etwas von den Bakterien hinzu. Darin lege ich die Startblöcke für ca. 20 Minuten wieder ein.

Nach dieser Prozedur hole ich sie erneut heraus und stapele die Blöcke wieder zu Türmen aufeinander, um so einen großen Teil der Feuchtigkeit zu entziehen. Die Kontrolle des Feuchtigkeitszustandes ist sehr wichtig. Das restliche Wasser der zweiten Füllung entsorge ich nicht, sondern stelle es auf einen pH-Wert von pH-5,8 ein und kann das Wasser wieder zum Gießen nutzen.

Nun setze ich die Stecklinge in die Startblöcke und gebe ihnen ein klein wenig Wasser mit einen EC-Wert van 0.8 – 0.9 EC und einen pH-Wert von pH-5.8. Die angegebenen EC-Werte sind inkl. des EC-Wertes des Kranwassers, das bei mir zwischen 0.3 – 0.5 EC aus dem Wasserhahn kommt. Wenn die Starblöcke dann einmal unter einer Lampe stehen, ist es ideal, die Stecklinge die erste Woche 1-2x täglich mit Blattnahrung zu versorgen (einnebeln). Ich vergesse auch nicht, ein paar Tropfen eines Tensides in die Blattnahrung zu geben. Das sorgt dafür, dass das genebelte Wasser mit der Blattnahrung nicht von den Blättern abläuft. Dazu sollte niemals eiskaltes Wasser verwendet werden, sondern lieber lauwarmes.
Sollen die Stecklinge noch etwas länger in diesem Medium wachsen, dann ist es sinnvoll, die Startblöcke eng aneinander und oben auf einer 2cm starken Lage, gut ausgespülten Hydrodensa oder einem anderen feinen Tongranulat zu setzen. Dieses Granulat ist mit einer leichten Bewegung von den Wurzeln abzuschütteln, wenn ich die Startblöcke auf oder in ein anderes Medium setze. Das Granulat sorgt zudem für eine gute und freie Wurzelentwicklung unter den Starterblöcken. Ich stelle die Beleuchtung auf 12 Stunden täglich ein. Pflanzen, die unter 18 Stunden Licht vorgezogen werden, haben die Neigung, sehr viele Seitentriebe zu entwickeln. Das beansprucht viel Platz und bringt zudem viel Schneidearbeit mit sich.

Man kann mehr Stecklinge per Quadratmeter setzen, wenn man direkt auf 12 Stunden Licht geht. In der Regel macht der Haupttrieb 85-90% des Endgewichtes aus.
Wenn man sieht, dass sich die Stecklinge gut entwickeln, erhöht man den EC-Wert jeden zweiten Tag um 0.1 EC nach oben. Ab dem Moment, wenn die Stecklinge in einem Erdemedium stehen, stelle ich einen pH-Wert von pH5.9 – pH6.0 ein. Ich gebe auch erwachsenen Pflanzen keinen höheren EC-Wert als 1,8 EC, das würde nämlich einen Nährstoffspeicher in dem Medium aufbauen, was sich dann in den letzten Wochen vor der Ernte negativ auswirkt. Zwischendurch ab und zu mit Wasser spülen (2 x pro Woche) bei einem pH-Wert von pH5.9 – pH6.0. Das tut den Pflanzen gut und sorgt dafür, dass sich kein übermäßiger Nährstoffspeicher in dem Medium aufbaut.

Arbeiten mit Samen auf Starterblöcken:

Mit Samen zu arbeiten anstatt mit Stecklingen, kann günstiger und lukrativer sein. Gute Samen brauchen bei größeren Mengen nicht mehr zu kosten. Immer mehr Menschen, die mit Samen arbeiten, wollen nicht mehr mit Stecklingen arbeiten. In Holland sind die Gründe dafür auch gut nachvollziehbar.
Eigentlich wird das oben stehende Ritual, wie die Starterblöcke richtig vorbereitet werden, wiederholt, um darin dann die Samen zum Keimen zu bringen. Ich achte besonders darauf, dass ich 2 Tage, bevor ich die Blöcke einweiche und spüle, die Samen zwischen etwas Watte lege.

Kommen die Startblöcke aus dem zweiten Spülbad, dann stapele ich sie nicht mehr, sondern lege je einen Samen in die vorgegebene Öffnung des Starterblocks und decke es zu.
Starterblöcke mit einem kleinen Loch erhalten oben auf den Block je 2 Teelöffel feuchtes Tongranulat, die Blöcke mit einem großen Loch erhalten hingegen einen Esslöffel.
Ich empfehle vor dem Abdecken das Granulat zu verwenden, weil dadurch die Samenhülle in dem Medium zurückbleibt. Dass wiederum sorgt dafür, dass der Keimling sofort Licht aufnehmen kann und infolge dessen arbeitet dann auch augenblicklich die Fotosynthese auf vollen Touren. Der größte Vorteil ist zudem, das der Sämling nicht vergeilt. Ein Sämling, welcher die Samenhülle nicht los wird, glaubt, dass er sich noch unter der Erde befindet und wächst einfach weiter. Genauso verhalten sich die Pflanzen, wenn sie nicht genügend Licht erhalten. Das Keimen der Pflanzen klappt unter 12 Stunden Licht am Tag sehr gut, wie verrückt sich das auch anhören mag. Nach 16 bis 18 Tagen lässt sich genau bestimmen, welche Pflanzen weiblich und welche Pflanzen männlichen Geschlechts sind. Rund um den 24. oder 25. Tag ist die Zeit gekommen, um die jungen Pflanzen unter eine Natrium-Hochdruck-Lampe (HPS) zu setzen. Wer glaubt, die Pflanzen unter den TL-Leuchten fertig blühen zu lassen sei auch o.k., der irrt und darf sich über ein mieses Resultat nicht wundern.

Success
No Mercy Supply
Cees
 

 

Als größten Vorteil sehe ich, dass ich in jedem Fall genau weiß, dass ich sauberes Gras rauche.
Ein zunehmender heutiger Trend ist das Aufkaufen von frischem, ungetrocknetem Gras ... das daraufhin in Tapetenkleister getaucht wird, bevor es getrocknet wird.
Unsere Branche muss knallhart daran arbeiten, sich selber zu säubern!
Ideal ist der Umgang mit Starterblöcken (Steinwollwürfel) unter den TL-Leuchten, um die Samen keimen zu lassen.
Das Keimen der Pflanzen klappt unter 12 Stunden Licht am Tag sehr gut, wie verrückt sich das auch anhören mag.

 

 

 

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